Logo Servicestelle Jugendbeteiligung

Gleiche Leis­tung, unglei­che Chancen: Warum soziale Herkunft noch immer über Bildungs­wege entscheidet

Eine neue Studie des Leibniz-Insti­­tuts für Bildungs­ver­läufe zeigt deut­lich: Bildungs­chan­cen in Deutsch­land hängen weiter­hin stark von der sozia­len Herkunft ab. Die Studie unter­sucht erst­mals umfas­send, wie sich Armut, Bildungs­ni­veau und beruf­li­cher Status der Eltern auf den gesam­ten Bildungs­weg auswir­ken. Von der Kita bis zum Über­gang in Studium oder Ausbildung.

Beson­ders proble­ma­tisch ist: Ungleich­hei­ten entste­hen schon sehr früh. Bereits im Klein­kind­al­ter zeigen sich Unter­schiede beim Wort­schatz sowie bei frühen mathe­ma­ti­schen und natur­wis­sen­schaft­li­chen Fähig­kei­ten. Auch der Kita-Besuch hängt mit der sozia­len Herkunft zusam­men. Kinder aus Fami­lien mit nied­ri­gem Bildungs­ni­veau besu­chen vor dem vierten Lebens­jahr selte­ner eine früh­kind­li­che Betreuung.

Diese Unter­schiede setzen sich später in der Schule fort. Am Ende der Grund­schule gehören nur 12% der Kinder aus unteren sozia­len Schich­ten zu den leis­tungs­stärks­ten Schüler*innen in Mathe­ma­tik, bei Kindern aus hohen sozia­len Schich­ten sind es 40%. Beson­ders deut­lich wird die Ungleich­heit beim Über­gang auf das Gymna­sium: Auch bei glei­chen Kompe­ten­zen erhal­ten Kinder aus privi­le­gier­ten Fami­lien häufi­ger bessere Noten und häufi­ger eine Gymnasialempfehlung.

Damit wird sicht­bar: Es geht nicht nur um Leis­tung. Wenn Kinder und Jugend­li­che trotz glei­cher Fähig­kei­ten unter­schied­li­che Chancen bekom­men, wider­spricht das dem Anspruch auf Bildungs­ge­rech­tig­keit. Bildungs­wege dürfen nicht davon abhän­gen, wie viel Geld, Bildung oder gesell­schaft­li­chen Status Eltern mitbringen.

Für junge Menschen bedeu­tet das: Viele starten nicht mit densel­ben Voraus­set­zun­gen und müssen sich durch ein System bewegen, das bestehende Ungleich­hei­ten oft weiter verstärkt. Deshalb braucht es mehr Unter­stüt­zung an den Über­gän­gen im Bildungs­sys­tem, zum Beispiel beim Start in die Kita, beim Wechsel auf weiter­füh­rende Schulen oder beim Über­gang in Ausbil­dung und Studium.

Die Studie macht klar: Chan­cen­ge­rech­tig­keit entsteht nicht von allein. Sie muss poli­tisch, pädago­gisch und gesell­schaft­lich aktiv gestal­tet werden, damit alle jungen Menschen die Möglich­keit haben, ihren Bildungs­weg selbst­be­stimmt zu gehen.

Hier gehts zu Studie!

Gleiche Leis­tung, unglei­che Chancen: Warum soziale Herkunft noch immer über Bildungs­wege entscheidet

Eine neue Studie des Leibniz-Insti­­tuts für Bildungs­ver­läufe zeigt deut­lich: Bildungs­chan­cen in Deutsch­land hängen weiter­hin stark von der sozia­len Herkunft ab. Die Studie unter­sucht erst­mals umfas­send, wie sich Armut, Bildungs­ni­veau und beruf­li­cher Status der Eltern auf den gesam­ten Bildungs­weg auswir­ken. Von der Kita bis zum Über­gang in Studium oder Ausbildung.

Beson­ders proble­ma­tisch ist: Ungleich­hei­ten entste­hen schon sehr früh. Bereits im Klein­kind­al­ter zeigen sich Unter­schiede beim Wort­schatz sowie bei frühen mathe­ma­ti­schen und natur­wis­sen­schaft­li­chen Fähig­kei­ten. Auch der Kita-Besuch hängt mit der sozia­len Herkunft zusam­men. Kinder aus Fami­lien mit nied­ri­gem Bildungs­ni­veau besu­chen vor dem vierten Lebens­jahr selte­ner eine früh­kind­li­che Betreuung.

Diese Unter­schiede setzen sich später in der Schule fort. Am Ende der Grund­schule gehören nur 12% der Kinder aus unteren sozia­len Schich­ten zu den leis­tungs­stärks­ten Schüler*innen in Mathe­ma­tik, bei Kindern aus hohen sozia­len Schich­ten sind es 40%. Beson­ders deut­lich wird die Ungleich­heit beim Über­gang auf das Gymna­sium: Auch bei glei­chen Kompe­ten­zen erhal­ten Kinder aus privi­le­gier­ten Fami­lien häufi­ger bessere Noten und häufi­ger eine Gymnasialempfehlung.

Damit wird sicht­bar: Es geht nicht nur um Leis­tung. Wenn Kinder und Jugend­li­che trotz glei­cher Fähig­kei­ten unter­schied­li­che Chancen bekom­men, wider­spricht das dem Anspruch auf Bildungs­ge­rech­tig­keit. Bildungs­wege dürfen nicht davon abhän­gen, wie viel Geld, Bildung oder gesell­schaft­li­chen Status Eltern mitbringen.

Für junge Menschen bedeu­tet das: Viele starten nicht mit densel­ben Voraus­set­zun­gen und müssen sich durch ein System bewegen, das bestehende Ungleich­hei­ten oft weiter verstärkt. Deshalb braucht es mehr Unter­stüt­zung an den Über­gän­gen im Bildungs­sys­tem, zum Beispiel beim Start in die Kita, beim Wechsel auf weiter­füh­rende Schulen oder beim Über­gang in Ausbil­dung und Studium.

Die Studie macht klar: Chan­cen­ge­rech­tig­keit entsteht nicht von allein. Sie muss poli­tisch, pädago­gisch und gesell­schaft­lich aktiv gestal­tet werden, damit alle jungen Menschen die Möglich­keit haben, ihren Bildungs­weg selbst­be­stimmt zu gehen.

Hier gehts zu Studie!

Kontakt

Wir freuen uns über deine Nach­richt! Du kannst uns per E‑Mail, Telefon oder Brief­taube errei­chen. Unser Team hilft dir gerne weiter.

Service­stelle Jugendbeteiligung
Scharn­horst­straße 28/ 29
10115 Berlin

post@jugendbeteiligung.info

030 / 387 845 20

Logo Servicestelle Jugendbeteiligung