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Dossier zu Jugendengagement

Jugendengagement in Deutschland (Foto: Was bildet ihr uns ein?)

Jugendengagement in Deutschland (Foto: Was bildet ihr uns ein?)

Jugendengagement ist ein Schlagwort, dass wir mit Zivilgesellschaft, Ehrenamt und Partizipation assoziieren. Hier heißt es mitmachen, mitgestalten, initiieren.

Jugendliche werden mehr denn je als Mitglieder der Zivilgesellschaft angesehen. Zwar sind sie noch nicht voll mündig und müssen daher immer in einem gewissen rechtlichen Rahmen agieren, fest steht jedoch, dass sie einen enormen Beitrag in dem Bereich leisten, der als „Dritter Sektor“ bezeichnet wird. Durch das ehrenamtliche Engagement gelingt es Jugendlichen einen Schritt aus der Privatsphäre zu tun und somit immer mehr als agierende Bürger wahrgenommen zu werden, wenn auch die rechtlichen Formalien ihnen diesen Status in einem gewissen Alter noch verwehren. Neben rechtlichen Rahmen wird das Engagement Jugendlicher von Zeit-, Kosten- und Standortfaktoren beeinflusst. Motivation ist ein weiterer Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Dabei zählt welche Anreize Ihnen geboten werden und inwiefern ihr Engagement zu einem nachhaltigen Mehrwert führen kann. Die Motivation für Jugendliche, sich ehrenamtliche zu engagieren geht dabei  weg von dem Trend der „[…] Geselligkeit- und Spaßorientierung hin zu Motiven, die mit dem Gemeinwohl einerseits und den eigenen Interessen andererseits verknüpft sind“ (Picot 2009: 35). Sie sind Träger neuer Entwicklungen und eröffnen uns weitere Handlungsspielräume.

Jugendliche organisieren sich in verschiedensten Formen und Zusammensetzung. Mal werden sie angeleitet, ja gar diktiert und sind als Mitglieder in Vereinen Teil hierarchischer Strukturen, in denen das Alter das Recht auf Entscheidung und Innovation bestimmt, mal werden sie dazu ermutigt sich einzubringen oder sind selbstorganisiert. Hierbei ergeben sich sowohl formelle als auch informelle Strukturen, die länger- oder kurzfristiger ausgelegt sind. Die Organisationsformen sind so divers, wie deren inhaltliche Auslegung. Sich einen Überblick zu verschiedenen Strukturen zu schaffen, die in die große Spate der Jugendbeteiligung eingeordnet werden können, ist ein Mammutprojekt.

Die Servicestelle Jugendbeteiligung hat sich in einer Recherche zu Strukturen der Jugendbeteiligung in kürzester Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt und konnte sich eine kleinen Übersicht schaffen. Durch die Unterstützung vieler bereitwilliger Organisationen ist es gelungen, einen riesigen Berg an Informationen zusammenzustellen, der deutlich macht,  was als Jugendengagement in Deutschland gefasst werden kann. Hierbei geht es einerseits darum welche verschiedenen Formen und Strukturen der Jugendbeteiligung in Deutschland vorherrschen und andererseits wie diese agieren. Die Rahmenbedingung von Jugendbeteiligung sowie die Art und Weise der Partizipation Jugendlicher spielen genauso eine Rolle wie die Lebensbereiche (Sphären) in denen das Engagement stattfindet. Hinzu kommen die Interessensfelder, die ausschlaggebend für die Orientierung des Engagements sind. Im Zuge der Recherche wurden diese und weitere Kriterien, die Jugendbeteiligung beeinflussen, in steckbriefartiger Form zusammengefasst und mithilfe von Literatur, dem Internet und Informationen der einzelnen Organisationen inhaltlich ergänzt. Die Engagementlandkarte von Children for a better World, sowie die Publikationen der Bertelsmann Stiftung aber auch die Tipps des Paritätischen und Informationen von Einzelakteuren, wie Hannes Jähnert, der sich insbesondere mit dem Thema Online Volunteering auseinandersetzt, waren für uns bei der Recherche eine große Hilfe.

Einige Beispiele, die in den Steckbriefen zusammengefasst wurden, sollen einen Eindruck dessen verschaffen, was als Jugendbeteiligung gesehen werden kann.  Um darüber hinaus  weitere Informationen zu geben, wird hier außerdem Literatur vorgestellt, die bei der Recherche zum Thema Jugendbeteiligung hilfreich sein kann und auch im Zuge der Recherche verwendet wurde.

Da sich die Recherche auf einen sehr kurzen Zeitraum erstreckt hat, ist der Anspruch auf Vollständigkeit in der Recherche nicht gegeben. Die Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. freut sich daher über weitere Ergänzungen und Hinweise Eurerseits um diese laufend erweitern zu können.

 

Quelle: Picot, Sibylle (2012): Jugend in der Zivilgesellschaft. Freiwilliges Engagement Jugendlicher im Wandel. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung

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