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Jugend macht Stadt

Förderer

bbsr

Projektlaufzeit

1. September bis 31. Dezember 2010

Im Rahmen des Forschungsfeldes „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ im experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) sollten durch das Projekt „Jugend macht Stadt“ (JMS) Jugendliche die Möglichkeit erhalten, in ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil Projekte zu verwirklichen, die sich mit ihrem lokalen Umfeld und dem Thema Stadtentwicklung im weiteren Sinne befassen. Um diesen Ansatz zu verwirklichen, sollten die Jugendlichen auf lokale Aktionsfonds zugreifen können, die ihnen die Verwirklichung von Projekten an der Schnittstelle zwischen Stadt-/Quartiersentwicklung und ihren Bedürfnissen ermöglicht.

Es beteiligten sich 19 regionale Servicestellen Jugendbeteiligung (Berlin Friedrichshain-Kreuzberg,  Berlin Marzahn-Hellersdorf, Leipzig, Frankfurt Oder, München, Ansbach, Magdeburg, Bernburg, Halle, Wittenberg, Köln, Mannheim, Cottbus, Hamm, Rostock, Erfurt, Weimar, Dessau, Oldenburg) an dem Projekt und gaben damit das Fördergeld des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung an regionale Projektmacher_innen weiter.

Der Großteil der von ihnen geförderten Projekte lag im Bereich  der Innengestaltung und –ausstattung. Hierzu zählen die Renovierung und Nutzbarmachung sowie Ausstattung von Räumen (ein Drittel der Fördersumme), die überwiegend von Jugendlichen genutzt werden. Die Räumlichkeiten waren unter anderem neu geschaffene Jugendklubs, Räume für Veranstaltungen und Seminare oder für die Planung und Organisation von zukünftigen Aktivitäten.

Ebenso wurden viele Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert sowie eine beträchtliche Anzahl an Außenarbeiten erledigt. Die Ausstellungen zerfallen wiederum in Projekte, welche einen im Städtediskurs stehenden Bezug hatten (Entente Coloree) und Projekte, die sich indirekt mit dem Thema Stadtentwicklung auseinandersetzten, in dem sie ihre Ausstellung selbst als Teil der Stadt und somit auch der Stadtentwicklung sahen (Bilderwahn 4, Teleporter).

Die Außengestaltung galt insbesondere der Aufwertung bereits bestehender Freizeitmöglichkeiten (Stadtkinder Bauen für Landtiere, Wir sind Neukölln…) oder Verschönerungszwecken (Cooles Wandbild).

Das Projekt Jugend macht Stadt stellte somit eine Möglichkeit dar, dass Jugendliche ihre Bedürfnisse durch die Mikroprojekte selbst befriedigen konnten – sie forderten eigenen Raum und konnten diesen für sich gestalten und sich dabei frei bewegen und entfalten.

Durch das „Selbermachen“ wuchs  bei den Jugendlichen ein positiver Bezug und eine größere Identifikation mit „ihrem Raum“ und somit auch zu ihrer Stadt. Sie begriffen sich als ein Teil von dieser und erlebten es als positiv, mit ihren Bedürfnissen und Vorstellungen berücksichtigt zu werden und etwas Dauerhaftes für die Allgemeinheit der Stadt zu schaffen.

 

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