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Netzwerkstatt

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Projektlaufzeit

Januar 2004 bis Februar 2006

4 mehrtägige Arbeitstreffen • März 2004 in Halle • November 2004 in Leipzig • April 2005 in Wittenberg • Oktober 2005 in Erfurt 4 Seminare • August 2004 in Dresden • Januar 2005 in Leipzig • Juli 2005 in Magdeburg • Dezember 2005 in Wittenberg 4 Großtreffen • Mai 2004 in Leipzig: “Jugendbeteiligungsformen” • September 2004 in Magdeburg: “Öffentlichkeitsarbeit” • Mai 2005 in Halle: “Evaluation” • August 2005 in Wittenberg: “Netzwerke und Nachhaltigkeit” zahlreiche Arbeitstreffen, Veranstaltungsbesuche und Stadtaktionen: • z.B. Jugendwettbewerb Freistil 2004 und 2005 • z.B. Europäische Konferenz zu Jugendbeteiligung in Hannover April 2005 • z.B. Berlin 05 – Festival für junge Politik

Netzwerkstatt – Das Stadtnetzwerk für Jugend und Politik ist ein Projekt, welches von Jugendlichen für andere Jugendliche im Jahr 2003 mit einer Laufzeit von 24 Monaten (Januar 2004 bis Dezember 2005) konzipiert wurde. Projektziel und Projektsetting Das Ziel war, dass viele Jugendliche aus Sachsen und Sachsen-Anhalt die Möglichkeit erhalten, sich vor Ort zu beraten, zu qualifizieren und zu beteiligen. Dazu sollten modellhaft in 4 Städten – Dresden, Leipzig, Halle und Magdeburg- kommunale Jugendbeteiligungsstrukturen in Form von einem lokalen Netzwerk auf- und ausgebaut werden, basierend auf der Durchführung konkreter, lokaler Beteiligungsprojekte. Die im Projektverlauf gemachten Erfahrungen sollten übertragbar aufbereitet und weitergegeben werden. Zur Stärkung dieser lokalen Netzwerke sollten Politiker und Erwachsene in der Jugendarbeit unterstützend beitragen. Dazu wurden bereits im Projektantrag Kooperationspartner aus dem Bereich Jugend wie die Freiwilligen Agentur in Halle, der Spiesser in Dresden, die LKJ Magdeburg und die Villa in Leipzig einbezogen. Netzwerkstatt wurde in Trägerschaft der Stiftung Demokratische Jugend in Kooperation mit der Servicestelle Jugendbeteiligung durchgeführt. Finanziert wurde das Projekt als Modellprojekt Partizipation Jugendlicher durch die europäische Kommission und kofinanziert durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, im Jahr 2004 im Rahmen des gemeinsamen Programms Lebenswelten mit der Jacobs foundation und 2005 durch das Programm Youth Bank. Die beteiligten Jugendinitiativen sind “,klar!” aus Halle, das Jugendforum Magdeburg, die reg. SJB Dresden und “le:networks” aus Leipzig. Seit Januar 2005 hat sich das Netzwerk um die Jugendinitiative “Die Firma” aus Lutherstadt Wittenberg erweitert, die gern an dem Modellprojekt teilnehmen wollte. Reizvoll an dem Projekt Netzwzerkstatt war die ähnliche Zielsetzung, die Verknüpfung von Jugend und Politik auf lokaler Ebene und der Erfahrungsaustausch, der in diesem Netzwerk möglich war. Der konzeptionelle Ansatz war es, ein Modell mit unterschiedliche Formen der Jugendbeteiligung in einem überregionalen Netzwerk zusammenzubringen, um Module für erfolgreichen Jugendbeteiligung zu identifizieren und umzusetzen.

Das Besondere war, dass Jugendliche dieses Konzept mit der Servicestelle Jugendbeteiligung erstellt haben und dieses sehr große und komplexe Projekt von Jugendlichen durchgeführt wurde. Das ist auch der innovative Faktor, den es gegenüber anderen europäischen Modellprojekten hat. Doch es soll nicht alles schön geredet werden: Jugendliche können Experten und kompetent sein, doch dafür brauchen sie auch Rahmenbedingungen und auf Nachfrage auch Unterstützung. Das Konzept hatte einen klaren Rahmen, denn von jeder Jugendinitiative sollte je ein Großtreffen mit 80 Jugendlichen zum Austausch von best practice Beispielen, ein nach dem Bedarf orientiertes Seminar als Multiplikatorveranstaltung und ein Arbeitstreffen ausgerichtet werden. Diese wurden auch durchgeführt und hatten ganz unterschiedliche Inhalte und Rahmenbedingungen. Insgesamt sind das dann 12 Veranstaltungen, was bedeutet, dass alle 2 Monate ein Treffen stattfand. Diese von vielen Jugendlichen als zu starre Struktur und häufig als hoher Aufwand empfunden, gab auf der anderen Seite Orientierung und Stabilität. Diese Treffen dienten vor allem zur Qualifikation, zum Erfahrungsaustausch und zur Motivation der Jugendlichen. Die Arbeitstreffen haben sich sehr bewährt, da es durch diese, in Ansätzen eine Teamentwicklung gab und ein regelmäßiger Abgleich mit den Zielen des Projektes Netzwerkstatt stattfand. Eine fortwährende Begleitung und Beratung war durch die Projektleitung und die SJB gegeben. Besonders ist auch, dass es pro Stadt zwei Verantwortliche gab, die als Ansprechpartner wirkten und für das Gelingen des Projektes verantwortlich waren und ein monatliches Honorar bekamen. Es gibt also ehrenamtliche und fast schon hauptamtliche Jugendliche. Dieses Modell hat sich als nachteilig erwiesen, denn die erwünschte Bindung an das Projekt und stärkere Verantwortung waren nicht gegeben, im Gegenteil es gab einen erhöhten organisatorischen Aufwand und viele Diskussionen. Empfehlenswert ist die Variante, das Honorargeld für bestimmte konkrete Aktionen z.B. Seminare oder Unterstützung der Projektleitung bei speziellen Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Zu berücksichtigen ist auch, dass Jugendliche, die das Konzept mitentwickelt und geschrieben haben, nicht immer die sind, die es auch ausführen. Daher muss ein Schwerpunkt, wie in jedem anderen Projekt darauf liegen, dass sich die teilnehmenden Jugendlichen mit dem Projekt identifizieren und sich dafür einsetzen bzw. von dem überzeugt sind, was sie tun. Öffentlichkeitsarbeit fand, vor allem durch die Website (www.projekt-nws.de) sowie auf lokaler Ebene bei Aktionen des gesamten Netzwerkes oder der einzelnen Stadtteams, statt. In der Organisation sind jedoch spezifische Schwierigkeiten zu berücksichtigen. Die Tendenz zur Beteiligung ist meist kurzfristig und nach eigenen Interessen ausgerichtet. Dadurch fangen nach maximal 2 Jahren nachkommende engagierte Jugendliche wieder von vorn an, da Generationswechsel, Übergabe und Erfahrungssicherung schwierig zu handhaben ist. Diese Broschüre soll dazu beitragen, dies etwas abzufedern.

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